Agathe Backer-Grøndahl

Agathe Backer-Grøndahl



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(1847 - 1907)

Die Komponistin Agathe Backer-Grøndahl wurde am 1. Dezember 1847 in Holmesstrand bei Oslo geboren. Ihren ersten Klavierunterricht erhielt sie von ihren Eltern, die Musikliebhaber waren. Nach ihrem Musikstudium in Oslo ging die Achtzehnjährige nach Berlin an die Neue Akademie für Tonkunst von Theodor Kullak (1818-1882), der damals als Klavierpädagoge in hohem Ansehen stand. 1869 gibt sie ein erstes Konzert in Oslo mit Werken von Liszt, Chopin, Beethoven; sie trägt auch ihr eigenes Andante für Klavier und Orchester vor. In der Folgezeit studiert sie Komposition bei Richard Wuerst in Berlin, Klavier bei Hans Georg von Bülow in Italien und in Weimar bei Franz Liszt. Von 1872 an wird Agathe Backer, die Edvard Grieg und den Violinisten Ole Bull zu ihren Freunden zählt, in den skandinavischen Ländern sehr berühmt.

Durch ihre Heirat mit dem Chordirektor Olaus Andreas Grøndahl im Jahre 1875 und die Geburt ihrer Kinder wird ihre Karriere acht Jahre lang unterbrochen. 1883 nimmt sie ihre Konzert-reisen wieder auf; sie spielt regelmäßig in Stockholm, in Paris 1889 und mit großem Erfolg in London 1889 und 1890. Der Schriftsteller Bernard Shaw, der unter dem Pseudonym Corno di Bassetto ein berühmter Musikkritiker war, begeisterte sich für ihr Klavierspiel und hielt sie für eine der größten Pianist(inn)en ihrer Zeit. Von 1889 an unterbricht Agathe Backer-Grøndahl ihre pianistische Karriere und widmet sich intensiv der Komposition. Später trägt sie in ihren Konzerten der Jahre 1899-1901 hauptsächlich ihre eigenen Werke vor. Sie komponiert bis zu ihrem Tode in Oslo im Jahre 1907.