Louise Farrenc

Louise Farrenc



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(1804 - 1875)

Louise Farrenc (Dumont) wurde 1804 in Paris in einer Familie von Bildhauern und Malern geboren. Im Künstlermilieu der Dumonts konnten vor ihr bereits verschiedene Frauen ihr Talent als Malerinnen entwickeln und es half sicherlich auch Louise bei der Entfaltung ihrer musikalischen Gaben. Im Alter von fünfzehn ist sie bereits eine hervorragende Pianistin und beginnt bei dem Kompositionslehrer Antonin Reicha am Pariser Konservatorium Tonsatz zu studieren. Ihre Heirat mit dem Flötisten, Komponisten und Musik-Verleger Aristide Farrenc unterbricht nur kurz ihr Studium bei Reicha. Aristide Farrenc unterstützt die Werke seiner Frau von Anfang an und setzt sich auch dafür ein, daß ihre Symphonien in Deutschland gespielt wurden. In Frankreich, wo Komponisten eigentlich nur durch Opern zu Ruhm gelangen konnten, stellt Louise Farrenc mit ihrer bis auf einige Romanzen ausschließlich instrumentalen Musik eine Ausnahme dar. Neben drei Symphonien, die mit Erfolg in Paris und Brüssel aufgeführt wurden,

komponierte sie zahlreiche Kammermusikwerke, darunter auch ein bemerkenswertes Nonetto für Bläser und Streicher, das zu ihrer Zeit großen Beifall fand. Ihre Kammermusik wurde 1861 und 1869 mit dem Chartier-Preis der Académie des Beaux Arts ausgezeichnet.

Louise Farrenc hat ihr ganzes Leben hindurch für Klavier komponiert. Ihr Air russe varié wurde von Robert Schumann sehr geschätzt. Der Kompositions-rahmen von Louise Farrenc ist klassizistisch und ihre Musik offenbart ihre Vorliebe für den deutschen Stil: den Einfluß von Haydn, Beethoven und besonders von Mendelssohn.

1842 erhält Louise Farrenc eine Professur für Klavier am Pariser Konservatorium, die sie erst 1873 aufgibt. Zwei Jahre später stirbt sie in Paris, nachdem sie die Edition einer monumentale Sammlung von Klavierwerken: des Schatzes der Pianisten (Trésor des Pianistes) zum Abschluß gebracht hat.

Übers. Duken de Reen