Les 4 scherzi  

Frédéric Chopin
Les 4 scherzi

Regina Albrink , Klavier

VOL GR 012

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01. Scherzo op. 31, en si bémol mineur (b flat minor, b-moll) (9:50) 0.59
02. Etude op. 25, n° 7 en do dièse mineur (c sharp minor, cis-moll) (5:52) 0.49
03. Scherzo op. 20, en si mineur (b minor, h-moll) (9:40) 0.59
04. Romance du concerto n°1, op.11, d’après Balakirev (10:06) 0.49
05. Scherzo op. 39, en do dièse mineur (c sharp minor, cis-moll) (7:21) 0.49
06. Berceuse op. 57, en ré bémol majeur (D flat major, Des-Dur) (4:31) 0.49
07. Scherzo op. 54, en mi majeur (E major, E-dur) (11:16) 0.59
08. Grande valse brillante op. 34, n°1 , en la bémol majeur (A flat major, As-Dur) (6:25) 0.49

Spielzeit 1:03:24

Frédéric Chopin (1810-1849) hat vier eigenständige Scherzi geschrieben und viermal eine seit langem etablierte musikalische Form mit äusserst neuem Gehalt ausgestaltet. Man ist hier weit entfernt von einem Genre, das in Symphonien oder Sonaten anstelle des Menuetts verwendet werden könnte, und sogar noch weiter von der ursprünglichen Bedeutung des Wortes scherzo, Spaß. Schumann fragte sich, wie erst der Ernst aussähe, wenn solcher "Spaß" schon in dunkle Schleier gehüllt sei?

Wenn man von ihren blendenden Texturen und bewegenden melodischen Linien absieht, baut die Kraft dieser Kompositionen jedoch auf Frédéric Chopins tiefgreifendem Verständnis der Tradition auf. Zum Beispiel benutzt er die Dominanten-Tonikabeziehung - ein Haupt-stück der klassischen Sonatenform - in der Entfaltung der atemberaubenden Steigerungen im zweiten und dritten Scherzo.

Das erste Scherzo, Op. 20, wurde in London unter dem Titel "Le Banquet infernal", (das Höllenbankett) veröffentlicht. Die ersten Noten der Melodie im Trio sind aus dem polnischen Weihnachtslied "Lulajze Jezuniu, lulajze, lulaj", (Schlaf, kleiner Jesus, schlaf).

Das zweite Scherzo, Op. 31, wurde dagegen unter dem Titel "La Méditation" veröffentlicht. (Wessel, Frédéric Chopins Verleger in London, dachte, dass solche Bezeichnungen für den Verkauf der Werke Chopins unabdingbar seien.) Von diesem Scherzo wurde gesagt, es "sei durch Gouvernan-tenhände (damalige Klavierlehrerinnen) entweiht, gezähmt" worden.

Das dritte Scherzo, Op. 39, ist dem deutschen Pianisten Adolf Gutmann gewidmet, der seit seinem 15. Lebensjahr bei Frédéric Chopin studierte. Wilhelm von Lenz, ein anderer Schüler Chopins, erzählte von Gutmann, er sei so stark gewesen, dass er mit dem Akkord der linken Hand im sechsten Takt ein Loch in einen Tisch schlagen konnte. Diesen Akkord können viele Pianisten nicht einmal greifen. Als Moscheles 1840 Frédéric Chopin besuchte und dieser sich zu schwach zum Spielen fühlte, mußte Gutmann das gerade fertiggestellte Opus 39 vortragen.

Das vierte Scherzo, Op. 54, treibt die Polyphonie des Zweiten zu neuen Höhen, die allerdings, wie es scheint, im neunzehnten Jahrhundert nicht besonders geschätzt wurden. Saint-Saëns, der wegen eines Verbots seines Lehrers darauf verzichtet hatte, Frédéric Chopin selber im Konzert zu hören, was er sich später nie verzieh, zitiert das Hauptmotiv dieses Stückes im zweiten Satz seines eigenen zweiten Klavierkonzertes.

Die Romanze aus Op. 11 ist eine Transkription für Klavier solo des zweiten Satzes aus dem ersten Klavierkonzert von Frédéric Chopin. Wir verdanken sie dem russischen Komponisten Mili Balakirev (1837-1910), der sie im Jahre 1905 geschrieben hat. 1919, zum hundertsten Geburtstag Chopins, hat Balakirev auch Frédéric Chopins Orchestersatz für das Opus 11 bearbeitet und verschiedene Klavierstücke Chopins für Orchester arrangiert.