Transcriptions virtuoses  

Franz Schubert
Johannes Brahms
Robert Schumann
Igor Stravinsky
Sergej Rachmaninov
Fritz Kreisler
Gabriel Fauré
Camille Saint-Saens
Ernest Bloch
Frédéric Chopin
Francis Poulenc

Transcriptions virtuoses

Daniel Marillier, Kontrabass
Emmanuelle Bartoli, Klavier


VOL GR 011

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Camille Saint-Saens
01. Allegro Appassionato (4:32) 0.99
Franz Schubert
02. An die Musik (3:50) 0.49
03. Im Frühling (4:18) 0.49
04. An Sylvia (2:06) 0.49
Johannes Brahms
05. Liebestreu (2:17) 0.49
06. Wie Melodien (1:52) 0.49
Robert Schumann
07. Fantasiestück op.73, I (3:23) 0.49
08. Fantasiestüc op.73, II (3:55) 0.49
09. Fantasiestück op.73, III (4:18) 0.49
Igor Stravinsky
10. Chanson russe (4:46) 0.59
Sergej Rachmaninov
11. Sonate pour violoncelle et piano op.19 (6:00) 0.59
Fritz Kreisler
12. Syncopation (2:09) 0.59
Gabriel Fauré
13. Après un rêve (3:17) 0.59
Ernest Bloch
14. Nigun (7:21) 0.59
Frédéric Chopin
15. Nocturne, C sharp minor (4:35) 0.49
Francis Poulenc
16. Les chemins de l'amour (3:36) 0.59

Spielzeit 1:02:14

Der Kontrabass mit seinem schönen tiefen Timbre wird nur selten aufgenommen. In der hier vorgelegten Einspielung kommt mit Daniel Marillier ein herausragender Musiker zum Zuge, der die technischen Schwierigkeiten brilliant beherrscht und seinen ausgeprägten musikalischen Instinkt in den Dienst der Werke zu stellen weiss. Und doch haben Chopin, Schubert, Schumann und andere niemals für dieses Instrument komponiert...

Man muss sich vergegenwärtigen, dass es für den Kontrabass nur ganz wenig Literatur gibt. Wenn die Cellisten darüber klagen, dass ihre Kollegen von damals Mozart, Beethoven, Brahms oder Mendelssohn nicht dafür interessieren konnten, Konzerte für ihr Instrument zu komponieren,- was soll man dann erst über den Kontrabass sagen ! Weder Haydn, noch Bach, noch Schumann haben für ihn geschrieben. Die modernen Interpreten können sich manchmal nur schwer mit den wenigen Stücken begnügen, die ihnen Bottesini und einige andere hinterlassen haben, deswegen bietet sich angesichts ihrer heutigen künstlerischen und technischen Mittel die Transkription als die natürliche Lösung zur Erweiterung eines wahrlich dürftigen Repertoires an.

Dieser Weg ist im übrigen seit langem vorgezeichnet : Bach hat Vivaldi transcribiert, Mozart hat Bach adaptiert, Schubert hat seine eigenen Lieder benutzt für sein Quartett « Der Tod und das Mädchen » oder « Die Forelle », Liszt hat die berühmten Lieder von Schubert für Klavier solo umgeschrieben und sogar David Oistrach hat die Flötensonate von Prokofiew mit Billigung des Komponisten für sein eigenes Instrument arrangiert. Die Transkription bringt dem Werk eine ganz neue Farbe. Sie bereichert es durch das besondere Timbre des anderen Instrumentes und kann ganz neue Qualitäten in wohlbekannten Kompositionen offenbaren. Und in diesem Fall bringt der Kontrabass seine Sicherheit und Majestät, aber auch seine Melancholie mit.

L'Allegro Appassionato op.43 von Saint-Saëns, wurde 1874 in der Société Nationale de Musique uraufgeführt. Dieses virtuose und nostalgische Stück kommt in seiner reinen Schönheit dem Instrument sehr entgegen.

Die drei Lieder von Schubert und zwei Lieder von Brahms, wurden von Daniel Marillier arrangiert. Unter der zahllosen Vokalmusik der beiden Komponisten gehören sie zu den bekanntesten und repräsentativsten Stücken ihres Stiles : intimer Ton, Wechsel von Dur und Moll bei Schubert, weite und lyrische Phrasierungen bei Brahms.

Die Drei Fantasiestücke op.73 von Schumann wurden 1849 für Klarinette und Klavier komponiert, aber wie bei vielen anderen Solostücken (für Oboe, Alto, Cello, Horn... ), wurden sie mehrfach für Saiteninstrumente transcribiert.

Das russische LiedLa von Stravinsky entstammt einer Szene aus der Oper « Macra » (1922), in der die Dienerin Parasha sich nach ihrem geliebten Husaren sehnt. Dieses Lied wurde vom Komponisten und dem Geiger Samuel Duskin für Violine und Klavier arrangiert.

Die Sonate für Cello und Klavier op. 19 von Rachmaninov wurde 1901 komponiert. Ihr langsamer Satz wird oft allein vorgetragen, er ist wie ein meditativer Atem, ein Moment ungetrübter und aufgehobener Zeit.

Syncopation von Kreisler erinnert daran, wie der grosse Geiger volkstümliche Musik verschiedenster Herkunft (Böhmen, Polen, Spanien) aufgriff. Hier handelt es sich um einen Ragtime ähnlich denen Scott Joplins, allerdings mit einem Zug Wiener Eleganz und Gemütlichkeit.

Après un Rêve von Gabriel Fauré war ursprünglich eine Melodie für Gesang und Klavier, ehe sie Pablo Casals für Saiteninstrumente umschrieb und daraus eine noch heute berühmte Zugabe machte.

Nigun (improvisation en hébreu) von Bloch ist der mittlere Satz aus « Baal Shem », 1923, für Violine und Klavier. Das Werk inspiriert sich aus jüdischer Spiritualität und feiert die Sekte der Hassiden, die Gott durch die Freude an Gesang und Tanz nahe kommen wollten.

Le Nocturne in cis-moll op. posthume (1830) aus dem Nachlass von Frédéric Chopin ist sein zweites Nocturne. Er gab ihm nie eine definitve Form und es wurde erst 1875 veröffentlicht. Die melodische Linie, seine lyrische und dramatische Dimension zeugen indes vom Bezug, den Chopin zu diesem Genre hatte.

Les Les chemins de l’amour komponiert von Francis Poulenc zunächst als einfaches Lied für ein Thearterstück von Arnouil, « Léocadia ». Dieser « Schlager » wurde von Musical-Stars wie Yvonne Printemps und Danielle Darrieux gesungen und dann von einigen Divas des Gesangs in die « ernsthaften » Konzertprogramme aufgenommen : ein frischer melodischer Impuls und eine Erinnerung an das ewige Wien.

Übers. D. de Reen