Symphonies 92 & 101  

Joseph Haydn
Symphonies 92 & 101

Jan Caeyers, Dirigent
Beethoven-Academie, Orchester

VOL GR 061

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Symphony n° 92 in G major
01. Adagio - Allegretto spiritoso (7:53) 0.69
02. Adagio (7:06) 0.69
03. Menuet - Allegretto (5:37) 0.69
04. Finale. Presto (5:40) 0.69
 
Symphony n° 101 "The clock" in D major
05. Adagio - Presto (8:33) 0.69
06. Andante (8:41) 0.69
07. Menuet - Trio - Allegro (7:38) 0.69
08. Finale. Vivace (4:59) 0.69

Spielzeit 56:07

Die Symphonie Nr. 101 wurde während Joseph Haydns zweiten Londonaufenthaltes komponiert und am 3. März 1794 uraufgeführt. Die gleichmäßig pendelnde Bewegung des Andantes verschaffte ihr den Untertitel " The Clock ", (die Uhr).

Die Symphonie Nr. 92 " Oxford " ist vielleicht Joseph Haydns interessanteste Symphonie. Sie ist nämlich nicht der im 18. Jahrhundert sehr verbreiteten Trennung von Kammermusik und Orchestermusik unterworfen. Die Orchestermusik ist mit Rücksicht auf die große Masse des Publikums voller Überraschungen und Effekte, während die Kammermusik zunächst für den persönlichen Gebrauch der Ausführenden geschrieben wurde. Letztere zeichnet sich durch ein sehr viel höheres künstlerisches und technisches Niveau aus. Ausführende und Zuhörer werden intellektuell weit mehr herausgefordert.

Die Symphonien Nr. 92 und 101 stellen beide ein typisches Beispiel dieses Unterschiedes dar. In seinen Londoner Symphonien wartet Joseph Haydn mit Überraschungen auf: er ist besonders erfindungsreich im Durchbrechen der Erwartungsmuster, auch soll der größere Klangapparat, den er einsetzt, das Publikum beeindrucken.

Die Symphonie Nr. 92 " Oxford " ist intellektuell und kompositionstechnisch völlig anders. Dies wird im ersten Satz besonders deutlich. Anstelle einer klaren und klassischen Gliederung mit wohldefinierter Einleitung, Hauptthema, Nebenthema und Schluß, ist alles in ein- und demselben Motiv verbunden. Auf eine langsame und harmonisch unbestimmte Einleitung, die jedoch bereits das gesamte Material im voraus spiegelt, folgt ein Motiv in vier Takten, das sogenannte Hauptthema. Auch hier ist die klassische Vorhersehbarkeit durchbrochen und das Motiv kehrt siebenmal in anderer Form wieder, wobei sich Harmonisierung, Orchestration und Funktion dauernd verändern. Das Orchester erweist sich als ein Instrument ungeheuren Raffinements. Nach der schwebenden Exposition des Hauptthemas und den verwirrenden Durchführungen können Reprise und Coda nur noch komplexer werden. So übertrifft JJoseph Haydnsehr raffiniert die Erwartungen des Publikums und die " Oxford "-Symphonie wird zum ersten Beispiel einer weitgehenden Emanzipation der Orchestermusik, in welche die Tradition der Kammermusik meisterhaft integriert ist (Menuet - Trio - Allegro).

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